7 Tipps die Heuschnupfen erträglicher machen

Es wird wärmer, die Pflanzen fangen an, wunderschön zu blühen und die Tage werden länger, endlich ist es Frühling. Dies ist die beliebteste Jahreszeit, allerdings beginnt für viele Menschen damit auch eine lästige Leidenszeit. Die blühenden Pflanzen sorgen dafür, dass die Pollen und der Blütenstaub massenweise durch die Luft fliegen. Dies löst bei vielen die typischen Heuschnupfen-Symptome aus. Dazu gehören unter anderem Niesen, juckende und tränende Augen sowie eine laufende Nase.

Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, was Heuschnupfen ist und wie Sie ihn erträglicher machen oder beseitigen können.

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Was ist Heuschnupfen eigentlich?

Bei Heuschnupfen handelt es sich um eine Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis), die allergisch bedingt ist und beispielsweise durch Pollen ausgelöst wird. Heuschnupfen wird daher auch als Pollinosis oder Pollenallergie bezeichnet. Damit wird die Erkrankung vom allergischen Schnupfen abgegrenzt. Dieser kann durch andere Einflussfaktoren verursacht werden. Heuschnupfen macht sich häufig bereits im frühen Kindesalter bemerkbar, doch er kann auch im Erwachsenenalter auftreten. Die Lebensqualität der Betroffenen ist meist über viele Jahrzehnte lang erheblich beeinträchtigt. Die Symptome treten gewöhnlich im Frühjahr und Sommer auf. Doch manche Betroffene haben bis zum Herbst mit den Belastungen zu kämpfen. Die typischen Anzeichen und Symptome des Heuschnupfens sind:

  • Fließschnupfen
  • Kribbeln in Nase oder Augen
  • Niesattacken
  • juckende und tränende Augen
  • Bindehautentzündung

Dies alles kann dem Betroffenen sehr schwer zu schaffen machen. Heuschnupfen kann sich zudem in Kopfschmerzen, Müdigkeit, Halsschmerzen und Husten äußern. Daraus können sich ein allergisches Asthma und eine erschwerte Atmung entwickeln. Die Heuschnupfen Behandlung sollte frühzeitig beginnen und nicht erst, wenn die Symptome voll ausgeprägt sind. Wer sich nicht sicher ist, ob er unter Heuschnupfen leidet, kann einen Pollenallergie Test durchführen lassen.

 

Was hilft gegen Heuschnupfen?

 

1. Allergenkarenz

Die Krankheitserscheinungen treten nur dann auf, wenn Pollen vorhanden sind. Wenn die entsprechenden Pflanzen blühen, sollten Sie daher nach Möglichkeit in pollenfreie Gebiete fahren. Dies wird auch als „Allergenkarenz“ bezeichnet. Es ist die einfachste und wirksamste Möglichkeit der Behandlung. Bei einer Birkenallergie können Sie beispielsweise im April und Mai im Hochgebirge Urlaub machen. Hier gibt es keine Birken. Auch ein Aufenthalt am Meer ist für Pollenallergiker gut geeignet. Hier ist die Pollenbelastung gewöhnlich sehr gering. Sie finden heutzutage im Internet für die meisten Regionen einen Pollenallergie Kalender und Pollenflugvorhersagen.

 

2. Heuschnupfen Desensibilisierung

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit des Heuschnupfens ist die Hyposensibilisierung, bei der es sich um eine spezifische Immuntherapie handelt. Dem Betroffenen werden kleinste Mengen des jeweiligen Allergens in einer allmählich steigenden Konzentration verabreicht. Dies geschieht meist in der Form einer Injektion. Daher ist es unverzichtbar, die allergieauslösenden Pollen im Vorfeld zu bestimmen. Auf diese Weise werden die Immunzellen aktiviert, welche die allergischen Reaktionen abschalten. Die Behandlung erfordert jedoch Geduld, denn sie zieht sich meist über mehrere Jahre hin. Die Erfolgsquote liegt bei Betroffenen, die nur gegen einen Stoff allergisch sind, bei 90 Prozent. Dabei gilt: Je früher mit der Heuschnupfen Desensibilisierung begonnen wird, desto höher ist die Erfolgsrate. Im Idealfall wird die Allergie dadurch komplett geheilt. Die Immuntherapie kann zudem die Gefahr verringern, dass sich Asthma bronchiale entwickelt.

 

3. Schüssler Salze

Auch Schüssler Salze können bei einer Allergie und Heuschnupfen helfen. Es gilt hierbei, die individuell benötigte Kombination auszuwählen. Viele Betroffene machen mit den Salzen Nr. 2 (Calcium phosphoricum), 3 (Ferrum phosphoricum) und 8 (Natrium chloratum) gute Erfahrungen. Ein Apotheker oder Gräserpollenheilpraktiker kann dabei helfen, die optimale Kombination der Schüssler Salze zu finden. Die Tabletten werden 30 Minuten vor oder nach den Mahlzeiten eingenommen. Wenn sie im Mund zergehen, werden die Wirkstoffe über die Schleimhaut unmittelbar aufgenommen. Bei einer Kombination mehrerer Salze werden die Tabletten im Wechsel eingenommen.

 

4. Akupunktur

Die Akupunktur hat sich in der Behandlung des Heuschnupfens ebenfalls bewährt. Die Symptome können dadurch gelindert werden. Es ist empfehlenswert, die Therapie bereits in der symptomfreien Zeit zu beginnen. Die Dauer der Behandlung beträgt zehn bis zwölf Sitzungen. Die Kosten, die sich pro Sitzung auf rund 35 Euro belaufen, werden von den gesetzlichen Kassen jedoch nicht übernommen.

 

5. Pflaster gegen Heuschnupfen

Die Verwendung eines Heuschnupfenpflasters ist eine weitere Methode, um gegen die Allergie vorzugehen. Es funktioniert wie ein Hormon- oder Nikotinpflaster. Das Immunsystem wird auch hier mit der Hilfe des Pflasters an die Pollen gewöhnt. Es enthält einen Extrakt des entsprechenden Allergens, auf das der Betroffene allergisch reagiert. Über die Haut gelangt es in den Körper, wo er wie eine Art Impfung wirkt. Das Pflaster soll bei rund 70 Prozent der Patienten gute Erfolge bringen und weniger Nebenwirkungen haben als die Desensibilisierung.

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6. Wohnung und Körper möglichst pollenfrei halten

Pollenallergiker können neben den genannten Tipps auch selbst eine Menge tun, um die Beschwerden zu verringern oder sogar gänzlich zu vermeiden. Damit die Pollen nicht in das Schlafzimmer gelangen, sollten die Fenster zu den entsprechenden Zeiten geschlossen bleiben. Die Pollenflugvorhersagen sind hierbei hilfreich. Nach einem längeren und stärkeren Regenguss sinkt die Pollenbelastung. Diese Zeit kann genutzt werden, um ausgiebig zu lüften. Alternativ kann ein Pollenschutzgitter angebracht werden. Allergiker sollten zudem körperliche Belastung vermeiden, wenn die Pollen vermehrt fliegen. Dies ist auf dem Land meistens schon vormittags und in den Großstädten abends der Fall. Bei einer Gräserpollenallergie sollten Sie keinen Rasen mähen und kein Laub harken. Nach dem Aufenthalt im Freien ist es wichtig, gründlich zu duschen. Die Pollen heften gern an den Haaren und der Kleidung. Letztere sollte nicht im Freien aufgehangen werden.

 

7. Teppiche durch glatten Boden ersetzen

Pollen können sich in Teppichen sehr leicht festsetzen. Daher sollten diese durch glatte Böden wie Laminat, Parkett oder Fliesen ersetzt werden. Dies ist zumindest im Schlafzimmer ratsam. Wenn Sie nicht auf Teppiche verzichten möchten, sollten Sie einen kurzflorigen Teppich wählen. Empfehlenswert ist zudem die Verwendung eines Staubsaugers mit Mikrofilter. Damit können Sie die Allergenkonzentration zu Hause gering halten.

 

Schwarzkümmelöl hat Studien zufolge eine positive Auswirkung auf Heuschnupfen. Das liegt besonders an der  entzündungshemmenden Wirkung, der in Schwarzkümmel enthaltenen Linolsäure.

I❶I Schwarzkümmelöl – Wirksam bei Asthma & Heuschnupfen

 

Fazit

Allein in Deutschland leiden Millionen Menschen unter Heuschnupfen. Es liegen mittlerweile umfangreiche Erkenntnisse über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten vor. Nicht immer ist es erforderlich, auf Medikamente zurückzugreifen. Auch einfache Maßnahmen sind sehr hilfreich, um die Beschwerden zu verringern. Mit den genannten Tipps können Sie die Symptome des Heuschnupfens lindern oder sogar gänzlich beseitigen. Damit wird gleichzeitig auch die Lebensqualität maßgeblich verbessert. Versuchen Sie es einfach aus. Kleine Veränderungen können bereits große Erfolge bewirken.

 

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Wenn Sie sich tiefergehend über entsprechende Produkte informieren wollen, lassen Sie sich von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten bzw. besorgen Sie sich weiterführende Fachliteratur.

Bildquellen

  • heuschnupfen-erträglicher-machen: Bildquelle: 123rf Piotr Marcinski
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