Maca – Alles über die Wirkung & Inhaltsstoffe der Maca-Knolle

Die Maca-Pflanze wird botanisch als Lepidum meyenii bezeichnet, gehört

Maca-Knolle

Maca-Knolle

der Gattung nach zu den Kresse-Gewächsen. Die Maca-Pflanze stammt ursprünglich aus Peru. Dort wird sie seit zwei Jahrtausenden in den Höhenlagen der Anden angebaut und dient sowohl als Nahrungs- wie als Heilmittel.

 

 

 

Maca – ein Überlebenskünstler

Der Blick auf die Heimat der Pflanze zeigt schon, dass Maca ein Kraut mit größter Überlebensfähigkeit ist. Die extreme Umwelt des Hochgebirges mit starken Temperaturschwankungen, ständigen heftigen Winden und einer durch die Höhe bedingten UV-Strahlung von besonderer Intensität machen Maca schon aus botanischer Sicht zu einer besonderen Pflanze. Es sind jedoch die Inhaltsstoffe, die Maca nun auch für gesundheitsbewusste Europäer interessant machen und dem Gewächs den Ruf einer „Wunderpflanze“ eingebracht haben.

 

Die Knolle macht ´s

Maca nutzt Knollen als Speicherorgane. Diese Knollen sind birnenförmig, von
süßlichem Geschmack, bis zu 14 cm lang und bis zu 5 cm breit und je nach dem,
um welche Sorte Maca es sich handelt, weiß, gelblich oder von verschiedener
Rotfärbung. Angebaut wird Maca nach wie vor in den Anden, allerdings ist
inzwischen China der größte Produzent von Maca. Auch die Blätter von Maca
können verzehrt werden, aber dies ist für europäische Konsumenten eher ein
Nebenaspekt.

 

Inhaltsstoffe von Maca

Gewürze

Die Knollen werden nach dem Trocknen zu einem Brei verarbeitet oder gebacken. Ihr Nährwert ist beträchtlich und wird mit dem von Reis, Mais oder Weizen verglichen.

Neben 60% Kohlenhydraten enthält Maca 10% Proteine, dazu kommen etwa 8% Faserstoffe und Lipide. Der Anteil an essentiellen Aminosäuren und Mineralien wie Jod, Zink, Kupfer, Mangan oder Phosphor ist hoch und übertrifft teilweise den von Kartoffeln.

Der gesundheitliche Wert von Maca ist unbestreitbar, wozu auch der hohe Anteil an Antioxidantien beiträgt.

 

Maca – bejubelt als „Superfood“

Für die Andenbewohner ist Maca nach wie vor ein hochwertiges Nahrungsmittel. In den industrialisierten Ländern des Westens spielt diese fundamentale Bedeutung als Speise keine Rolle. Wenn Maca jedoch mit dem verkaufsfördernden Etikett des „Superfood“ ausgestattet oder mit der Bezeichnung als „Ginseng der Anden“ geschmückt wird, zeigt sich das zweite Gesicht von Maca: Maca als Heilmittel.

 

Lust auf Maca – mit Maca zur Lust?

Liebespärchen

Ob die in manchen Quellen zu findende Angabe von 60 Vitalstoffen, die Maca enthalten soll, wissenschaftlicher Definition und Zählweise entspricht, sei dahingestellt. Auf jeden Fall wird damit deutlich, dass Maca eine besondere Pflanze ist. In den Fokus des Interesses rückt sie vor allem durch ihre Wirkung als Aphrodisiakum.

Dabei erhöht die Aufnahme von Maca nach wissenschaftlichen Studien sowohl das Wollen als auch das Können – sowohl die Libido als auch die männliche Erektionsfähigkeit werden positiv beeinflusst. Vergleiche mit chemischen Potenzmitteln verbieten sich dennoch. Denn diese Pillen wirken über eine Gefäßerweiterung, während die Wirkung von Maca auf einer viel breiter gestreuten Vitalisierung des Organismus beruht.

 

 

Weniger Stress mit den Oxidantien

Der hohe Anteil von Antioxidantien war schon erwähnt worden. Diese Wirkstoffe vermindern die negativen Auswirkungen der freien Radikale, die die Körperzellen unter oxidativen Stress setzen und neben einer Reihe von Krankheiten ganz allgemein den Alterungsprozess beschleunigen.

Die Steroide aus der Maca-Knolle verringern die Aufnahme von Cholesterin im Dünndarm. Ganz allgemein wird von einer Verbesserung der Verdauungstätigkeit als Auswirkung der Pflanze berichtet. Wobei davon auszugehen ist, dass die wertvollen Inhaltsstoffe, dazu die Faserstoffe, aber vor allem die grundsätzliche Steigerung der Vitalität zu diesem erfreulichen Ergebnis führen.

 

Ein Hoch ohne Hormone

Hormone

Hormone

Die Wirkung von Maca ist unbestritten, die genauen Wirkmechanismen bedürfen allerdings noch genauerer wissenschaftlicher Untersuchung. Vieles ist noch unklar – während in der Literatur teilweise von einer Anregung der Testosteronproduktion beim Mann und der Östrogenproduktion bei der Frau gesprochen wird, deuten andere Untersuchungen darauf hin, dass die Pflanze zwar eine aphrodisierende Wirkung hat, allerdings keine Steigerung des Testosteronspiegels bzw. des Östradiolspiegels – eines weiblichen Hormons – bewirkte. Dies ist ist insofern von Bedeutung, als künstliche Testosteronzufuhr häufig Nebenwirkungen auf die Prostata hat.

 

Wirkung in den Wechseljahren

Eine australische Studie der Victoria University belegt die positive Auswirkung von Maca auf die Libido von Frauen in und nach den Wechseljahren. In dieselbe Richtung weist eine Studie aus Boston aus dem Jahr 2008. Die meist weiblichen Teilnehmer litten an einer sexuellen Dysfunktion, die als Nebenwirkung einer Behandlung mit Antidepressiva auftrat.

Die Symptome waren vielfältig und reichten von verminderter sexueller Lust, männlicher Impotenz bis zu gänzlicher emotionaler Abstumpfung. Hier zeigte sich eine Besserung, ohne dass dabei eine Veränderung des Hormonhaushaltes festgestellt werden konnte. Angstzustände und Depressionen als Symptome der weiblichen Wechseljahre wurden vermindert.

 

Einfluss auch auf Männer

Eine Studie der Universität Lima befasst sich mit der Wirkung der Pflanzenstoffe auf die männliche Sexualität. Auch hier wurde zwar keine Erhöhung des Hormonspiegels festgestellt, das sexuelle Verlangen und die Potenz erhöhten sich dennoch. Zudem wurde in einer weiteren Studie eine signifikante Verbesserung der Spermienqualität festgestellt. Allerdings ist für eine solche Auswirkung eine mehrmonatige Einnahme von Maca-Pulver notwendig.

 

Die Kraft einer robusten Pflanze

Es besteht noch reichlich Forschungsbedarf, um die Wirkungsweise von Maca-Pulver zu durchleuchten. Die größte Frage ist zur Zeit, wie sich die Auswirkungen auf die menschliche Libido erklären lassen, denn das naheliegende Erklärungsmuster eines erhöhten Hormonspiegels fällt aus. Bisher stützt man sich auf eine Art von Hilfskonstruktion und spricht von einer adaptogenen Wirkung.

Was bedeutet, dass mit Hilfe der Maca-Pflanze der menschliche Organismus befähigt wird, für ihn ungünstige Bedingungen als Normalität anzunehmen. Was bisher zu Stress geführt hatte, erscheint nun als Normalzustand und diese Anpassung wiederum steigert das körperliche Energieniveau.

Der Konsument von Maca-Pulver durchläuft also in gewissem Sinne dieselben Stadien wie die Pflanze selbst – Anpassung an eine wenig freundliche Umgebung, sei es die Gebirgsregion, sei es das hektische Leben in unserer hochtechnisierten Zivilisation.

 

Kombikraft für den Mann

Lust

Lust

Die Wirkung des Maca-Pulvers auf Libido und Potenz wird durch eine Kombination mit dem Pilz Cordyceps sinensis weiter verstärkt. Der Pilz ist ein bekanntes Tonikum der traditionellen chinesischen Heilkunst. Beides zusammen führt zu einer ergänzenden oder sich gegenseitig verstärkenden Wirkung auf die männliche Sexualität.

 

 

 

 

 

 

Pulver aus der Knolle

Die hiesige Konsument wird der Maca-Pflanze kaum jemals begegnen. Die Wirkstoffe kann er sich in Form von Kapseln oder als ein Pulver einverleiben. Wobei die Pulverform erstens der traditionellen Verarbeitungsform der Knolle näher kommt und zweitens beispielsweise beim Backen oder in Getränken ´unauffällig` zugesetzt werden kann.

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Fazit

Wissenschaftlich bleibt noch vieles zu klären, dennoch erscheint schon die traditionelle Nutzung der Maca-Pflanze in den Anden als ausreichender Beleg für ihre Wirksamkeit – unabhängig von werbewirksamen Zuschreibungen. Generell wirkt die Maca-Pflanze stärkend auf den Organismus, ihr Pulver enthält eine ganze Palette wertvoller Vitalstoffe. Die beschriebene Wirkung umfasst eine allgemeine Stärkung des Wohlbefindens, verbesserte Verdauung, Stimmungsaufhellung, gestärkte Potenz und Libido. Der Vergleich mit Ginseng drängt sich auf, allerdings ist die Maca-Pflanze nicht nur für ältere Menschen hilfreich, sondern beispielsweise auch für Sportler.

 

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Wenn Sie sich tiefergehend über entsprechende Produkte informieren wollen, lassen Sie sich von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten bzw. besorgen Sie sich weiterführende Fachliteratur.

Bildquellen

  • Maca-Knolle: 123RF: vainillaychile
  • Gewürze: 123RF: Rainer Junker
  • Liebespärchen: 123rf Dmitriy Shironosov
  • Hormone: 123rf Natalya Buzuevskaya
  • Lust: Pixabay
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