Aronia-Beere Wirkung & Rezepte

Die Aronia-Beere wird auch als Apfelbeere bezeichnet

und gehört zur Familie der Rosengewächse. Im botanischen Sinne ist sie eigentlich keine Beere, sondernAronia-Beere
Kernobst. Schneiden Sie die etwa erbsengroßen Früchte auf, werden Sie feststellen, dass sie über kleine Kerne verfügen und einem Apfel ähneln. Es gibt verschiedene Sorten dieser Beeren, am bekanntesten ist die Schwarze Apfelbeere. Die Beeren wachsen an sommergrünen Sträuchern, die im Winter auffällig rote Blattknospen hervorbringen.

Die Blüten der Sträucher sind doldenförmig angeordnet, aus ihnen entwickeln sich die violett-schwarzen Früchte. Je nach Sorte können sich an einer Dolde bis zu 30 kleine Früchte befinden. Die Pflanze hat ihren Ursprung in Nordamerika, an der Grenze zu Kanada. In Russland wird die Aronia-Beere bereits seit mehr als 50 Jahren kultiviert.

Der russische Botaniker Iwan Mitschurin brachte die Pflanze aus Nordamerika mit und begann schon um 1910 mit der Züchtung. In Deutschland ist die Aronia noch weitgehend unbekannt. Die Sträucher stellen keine besonderen Ansprüche an die Pflege und können daher auch im heimischen Garten angebaut werden. Die Apfelbeere enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Sie kann frisch verzehrt, zu Saft verarbeitet, aber auch für Müsli, Marmeladen, Desserts oder Kuchen verwendet werden. Ihr Geschmack ist angenehm herb-säuerlich.

 

Wirkstoffe der Aronia-Beere

Aufgrund ihres Reichtums an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären
Pflanzenstoffen wird die Aronia-Beere auch als Gesundheitsbeere bezeichnet. Sie
enthält
– Vitamin C
– Vitamin A
– Vitamin E
– Vitamin K
– komplette Gruppe an Vitaminen des B-Komplexes
– Beta-Karotin
– Folsäure
– Eisen
– Kalzium
– Zink
– Kalium
Magnesium
Darüber hinaus enthält die Aronia-Beere viele sekundäre Pflanzenstoffe, zu
denen Polyphenole, Flavonoide und Anthocyane gehören. Polyphenole sind
Antioxidantien, die freie Radikale abwehren und damit eine frühzeitige
Zellalterung verhindern. Flavonoide währen schädliche äußere Einflüsse ab,
sie schützen die Körperzellen vor oxidativen Schädigungen. Sie können die
Gefäße gesund halten und damit den Blutfluss verbessern, was eine regulierende
Wirkung auf den Blutdruck hat. In keinem anderen Lebensmittel sind so viele
Anthocyane wie in der Aronia-Beere enthalten. Anthocyane stellen eine
Untergruppe der Flavonoide dar und können entzündungshemmend wirken. Sie
können die Bildung von Thrombozyten verringern, was zu einem besseren Blutfluss beiträgt.

 

Nährwerte der Aronia-Beere

Die Nährwerte der Apfelbeeren können abhängig von der Sorte und vom Reifegrad
variieren. Sie setzen sich ungefähr so zusammen:
– bis zu 83 Prozent Wasser
– bis zu 15 Prozent Kohlenhydrate
– bis zu 2 Prozent Eiweiß
– bis zu 1,5 Prozent Fett
Der Kohlenhydratanteil liegt bei ca. 15 Prozent, doch handelt es sich dabei nicht
nur um Zucker. In 100 Gramm Aronia-Beeren sind 7 Gramm Zucker enthalten,
während sich der übrige Kohlenhydratanteil aus Ballaststoffen und Pektin
zusammensetzt. Der Ballaststoffanteil liegt bei ca. 5,6 Prozent und deckt
ungefähr 14 Prozent des Tagesbedarfs. Ballaststoffe kurbeln die Verdauung an,
wirken Verstopfungen entgegen und tragen zur Darmgesundheit bei. Pektine haben
eine ähnliche Wirkung wie Ballaststoffe und können ein schnelles
Sättigungsgefühl vermitteln. Der Eiweiß- und Fettgehalt der Früchte ist
äußerst gering; während der Eiweißgehalt bis zu 2 Prozent ausmachen kann,
liegt der Fettgehalt bei etwa 1,5 Prozent. Aronia-Beeren sind äußerst
kalorienarm, 100 Gramm Beeren enthalten ungefähr 47 Kilokalorien.

 

Zubereitungsarten der Aronia-Beere

Die Aronia-Beeren werden im Handel als Saft, Tee, Marmelade, Trockenfrüchte oder tiefgefrorene Früchte angeboten. Kultivieren Sie Aronia-Pflanzen selbst, habenAronia-Saft
Sie vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten für die Früchte. Sie können die Früchte frisch verzehren, doch aufgrund des hohen Anteils an Tanninen mag nicht jeder die frischen Früchte. Tannine sind Gerbstoffe, sie sorgen für den herben Geschmack. Die frischen Früchte können in Quark oder Joghurt eingerührt oder zusammen mit anderen Früchten und vielleicht mit Gemüse zu Smoothies verarbeitet werden. Sehr gut lassen sich die Früchte mit einem Dampfentsafter zu Saft verarbeiten. Auch in getrockneter Form können Sie die Früchte vielfältig nutzen, beispielsweise zum Backen, für Tee oder für Müsli. Die Früchte können zu Marmelade oder Desserts verarbeitet werden, auch eine Verwendung für
herzhafte Gerichte ist möglich. Sogar zur Herstellung von Wein oder Likör ist die Aronia-Beere geeignet. In ihrem Geschmack erinnert die Apfelbeere an Schwarze Johannisbeeren oder Heidelbeeren.

 

Verwendung von Aronia-Beeren

Die Aronia-Beeren werden frisch oder in verarbeiteter Form gegessen. Der Saft der
Früchte kann pur oder verdünnt, aber auch mit anderen Säften gemischt
getrunken werden. Er eignet sich auch, um Rote Grütze, Götterspeisen oder
Dessertsoßen zu kochen. Als Trockenfrüchte können Aronia-Beeren für
verschiedene Speisen, aber auch für Tee verwendet werden.

 

Was Sie beim Kauf der Aronia-Beeren beachten sollten

Aronia-Beeren, aber auch daraus hergestellte Produkte können Sie in Hofläden,
Reformhäusern, Bio-Läden, aber auch in Supermärkten kaufen. Beim Kauf sollten
Sie auf ein Bio-Siegel achten. Das deutsche Bio-Siegel erkennen Sie an der
sechseckigen Form, der Aufschrift Bio und dem grünen Rand. Das Bio-Siegel der
Europäischen Union ist grün mit einem Blatt aus weißen Sternen. Bei Produkten
mit Bio-Siegel können Sie darauf vertrauen, dass sie frei von Pestiziden,
Herbiziden und anderen schädlichen Stoffen sind. Aronia-Produkte in
verarbeiteter Form in Bio-Qualität verfügen über keine Zusätze von Zucker,
Farbstoffen oder künstlichen Aromen. Bio-Produkte aus Aronia wurden schonend
hergestellt, bei der Herstellung wurde auf den Erhalt der Vitamine und
Mineralstoffe geachtet. Kaufen Sie frische Beeren, sollten Sie darauf achten,
dass die Oberfläche glatt und sauber ist und dass die Früchte keine Flecke oder Ansätze von Schimmel zeigen.

 

Gegenanzeigen der Aronia-Beeren

Aronia-Beeren sind gut verträglich und können in beliebigen Mengen ungeniert verzehrt werden. Nebenwirkungen sind so gut wie nicht bekannt. Bestandteil der Aronia-Beere ist Oxalsäure, die auch in Äpfeln und Rharbarber enthalten ist. Bei einigen Menschen kann die Oxalsäure in den Harnwegen zu Oxalat-Steinen kristallisieren. Ist bei Ihnen eine vermehrte Oxalat-Steinkristallbildung bekannt, müssen Sie nicht auf Aronia-Beeren verzichten, doch sollten Sie nicht zu viel davon essen. Um die Ausscheidung von Urin zu fördern, sollten Sie
genügend Flüssigkeit in Form von Mineralwasser zu sich nehmen.

 

Aronia selbst kultivieren

Möchten Sie Apfelbeeren selbst ernten, ist das kein Problem, wenn Sie einen Garten haben. Die Aronia-Pflanze stellt keine besonderen Ansprüche und istAronia-Strauch
leicht zu kultivieren. Die Pflanzen können Sie in der Baumschule oder in der Gärtnerei kaufen, Sie sollten auf eine ertragreiche Sorte wie Nero, Viking oder Rubina achten. Denken Sie bitte daran, dass die Pflanzen eine Höhe bis zu 1,80 erreichen können. Möchten Sie eine Hecke pflanzen, sollte der Pflanzabstand bei ca. 50 Zentimetern liegen, ansonsten sollten Sie einen Pflanzabstand von mindestens 1,80 m wählen.

Die Aronia bevorzugt einen sonnigen Standort, der Boden sollte feucht gehalten und gut gelockert werden. Empfehlenswert ist sandiger Lehm als Untergrund. Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 5 und 6,5 liegen. Die Pflanzen sollten in der ersten Zeit gut gewässert werden, später
kommen sie auch ohne Bewässerung aus. Im trockenen Hochsommer ist jedoch eine Bewässerung ratsam, das fördert die Ausbildung der Früchte.

Eine Düngung ist nicht erforderlich. Die Pflanzen sind bis minus 20 °C winterhart. Die Sträucher müssen nur selten verschnitten werden. Die Aronia ist selbstfruchtend; die Vermehrung ist durch Samen, Stecklinge oder Wurzelschosser möglich. Zu empfehlen ist die Vermehrung durch Stecklinge oder Wurzelschosser, denn so wachsen die Jungpflanzen schneller heran. Die Aronia-Beere können Sie je nach Sorte von Ende
September bis Mitte Oktober ernten.

 

Alternativen zur Aronia-Beere

Sagt Ihnen die Aronia geschmacklich nicht zu oder liegt bei Ihnen eine vermehrte
Oxalat-Steinkristallbildung vor, dann können Sie als Alternative Heidelbeeren,
Cranberries oder Schwarze Johannisbeeren verwenden. Auch diese Früchte sind sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

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Wissenschaftliche Studien

Der Aronia-Beere wird nachgesagt, dass sie aufgrund des hohen Gehalts an Phenolen und Flavonoiden eine schützende Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar gegen Krebs hat. Polnische Wissenschaftler untersuchten diese Wirkung an Patienten mit metabolischem Syndrom.

Diese Patienten leiden unter – Bluthochdruck – erhöhten Blutfettwerten – Übergewicht – niedriger Empfindlichkeit der Zellen gegen Insulin Bei diesen Menschen besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die verminderte Thrombozyten-Aggregation wurde bei den Probanden, die Aronia erhielten, gegenüber einer Kontrollgruppe nachgewiesen.

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0032-1309273

Diese Studie kam zu der Erkenntnis, das die Aronia den oxidativen Stress nach Operationen von Brustkrebspatienten, deutlich reduziert

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0367326X11002838

 

Fazit

Die Aronia-Beere hat einen herb-säuerlichen Geschmack und kann frisch verzehrt, aber auch auf vielfältige Weise verarbeitet werden. Sie eignet sich zur Bereitung von Säften, Müslis, Smoothies und Quarkspeisen, doch kann sie auch zum Backen und für herzhafte Gerichte verwendet werden. Die kleine Frucht ist reich an Flavonoiden und Phenolen, die Freie Radikale abwehren und vor vorzeitiger Zellalterung schützen. Aronia-Pflanzen können Sie selbst kultivieren, sie stellen keine besonderen Ansprüche an Standort und Pflege.

 

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Wenn Sie sich tiefergehend über entsprechende Produkte informieren wollen, lassen Sie sich von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten bzw. besorgen Sie sich weiterführende Fachliteratur.

 

Rezepte mit der Aronia-Beere

 

Müsli mit Aronia (Einzelportion)Aronia-Marmelade

– 1 Tasse Haferflocken
– 2 Esslöffel frische oder getrocknete Aroniabeeren
– nach Belieben ½ Mango, Nüsse, Mandeln oder Rosinen
– Joghurt
– Ahornsirup oder Agavendicksaft zum Süßen

Vermischen Sie alle Zutaten miteinander und lassen Sie das Müsli vor dem Verzehr
etwa 20 Minuten durchziehen.

 

Obstsalat mit Aronia (für vier bis sechs Personen)

– 1 Tasse Aronia-Beeren
– 2 Kiwi
– 1 Mango
– 1 kleine Ananas
– 2 Bananen
– eventuell etwas Ahornsirup zum Süßen

Schneiden Sie die Kiwi, die Mango und die Ananas in Würfel und die Bananen in
Scheiben. Mischen Sie alle Zutaten gut durch und süßen Sie den Salat nach
Bedarf. Vor dem Verzehr sollte der Salat mindestens noch eine Stunde durchziehen.

 

Brotaufstrich mit Aronia (für vier Personen)

– etwa 400 Gramm magerer Frischkäse (ca. 15 Prozent Fett)
– 1 Tasse frische oder getrocknete Aronia-Beeren
– 1 Esslöffel Meerettich aus dem Glas
– nach Belieben etwas Saft

Weichen Sie getrocknete Beeren etwa eine Nacht in Wasser ein und bringen Sie die
Beeren mit dem Wasser zum Kochen. Frische Beeren müssen Sie nur mit wenig Wasser
zum Kochen bringen. Lassen Sie die Früchte zu einem dicken Brei einkochen und
abkühlen. Mischen Sie die abgekühlte Beerenmasse mit dem Meerrettich unter den
Frischkäse. Dieser Frischkäse schmeckt nicht nur als Brotaufstrich, sondern er
ist auch zu Pellkartoffeln lecker.

 

Buttermilch-Shake mit Aronia

– 300 ml Buttermilch
– 1 Tasse frische Aroniabeeren oder 100 ml Aronia-Saft
– 1 Banane
– eventuell etwas Agavendicksaft zum Süßen

Zerschneiden Sie die Banane und geben Sie alle Zutaten in ein geeignetes Gefäß.
Mixen Sie alles mit dem Stabmixer gut durch. Dieses Shake ist ein willkommener
Snack für zwischendurch. Kalt schmeckt er besonders gut.

 

Herzhafter Salat mit Aronia (für vier Personen)

– 1 Kopf Eisbergsalat
– 2 große Tomaten
– 1 Zwiebel
– 1 Avocado
– 200 Gramm kleine gekochte Garnelen
– 1 Tasse frische oder getrocknete Aronia-Beeren
– 2 Esslöffel Olivenöl
– 2 Esslöffel Apfelessig
– 1 Päckchen Salatkräuter

Weichen Sie die getrockneten Beeren eine Nacht in Wasser ein und lassen Sie sie
abtropfen. Schneiden Sie den Eisbergsalat in Streifen, die Zwiebel und die
Avocado in Streifen. Vierteln Sie die Tomaten in Viertel und schneiden Sie sie
dann in Scheiben. Vermischen Sie alle Zutaten. Bereiten Sie aus Apfelessig,
Olivenöl und Salatkräutern ein Dressing und vermischen Sie es mit dem Salat.

Bildquellen

  • Aronia-Beere: Fotolia © voltan
  • Aronia-Saft: Fotolia © la_vanda
  • Aronia-Strauch: Pixabay
  • Aronia-Marmelade: Fotolia © natalikaevsti
Aronia-Beere

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