I❶I Ginkgo – Wirkung auf das Gehirn und die Gesundheit

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Ginkgo

Leiden Sie an Gedächtnisschwäche und können sich an Dinge nur schlecht erinnern? Ist Ihre Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt? Haben Sie mit Durchblutungsstörungen zu kämpfen? Dann sollten Sie mehr über Ginkgo erfahren!

Aber was ist Ginkgo? Dieser aus China stammende Baum ist die einzig überlebende Art einer ansonsten ausgestorbenen Samenpflanze namens Ginkgoales.

In den nächsten Abschnitten erfahren Sie, welche Wirkstoffe in Ginkgo enthalten sind.

Es gibt Informationen darüber, wie diese Stoffe wohl speziell auf unser Gehirn und allgemein auf unsre Gesundheit wirken. Außerdem geben wir Ihnen Hinweise, wie Sie Ginkgo anwenden können.

 

 

Gesundheitliche Anwendungsgebiete von Ginkgo

Der Ginkgo Baum gehört zu den am längsten verwendeten Heilpflanzen der Erde. Seine heilwirksamen Eigenschaften verdankt er den Inhaltsstoffen, die in seinen Blättern stecken. Zu diesen wirksamen Stoffen gehören vor allem die folgenden Pflanzenbestandteile: (1)

  • Diterpene (Ginkgolide A, B, C)
  • Sesquiterpene (vor allem Bilobalid)
  • Flavonoide (Kampferol, Quercetin)
  • Ginkgolsäuren
  • Säuren (organisch)
  • Harz

Wie diese einzelnen Wirkstoffe funktionieren und bei welchen Erkrankungen sie hilfreich sein können, das erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

Die hauptsächlich wirksamen Inhaltsstoffe sind die Ginkgolide, Flavonoide sowie der Stoff Bilobalid.

Diese Inhaltsstoffe werden  in Beschreibungen der einzelnen Wirkungen immer wieder genannt.

 

Bei welchen Erkrankungen kann Ginkgo hilfreich sein?

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Gingkoblatt

Den in seinen Blättern enthaltenen Stoffen werden verschiedene, positive Eigenschaften zugesprochen.

Diese können vermutlich auf unser Gedächtnis und unsere Durchblutung einwirken.

Außerdem sollen sie bei folgenden Erkrankungen und Beschwerden hilfreich sein:

Die Vielzahl der genannten Erkrankungen macht die mögliche Bandbreite der Einsetzbarkeit von Ginkgo deutlich.

Im folgenden Teil erfahren Sie, wie die wichtigsten Inhaltsstoffe wirken. (2)

 

Diese Wirkweisen werden bei Ginkgo vermutet

Die entscheidende Ursache für die eben erwähnte Bandbreite der Ginkgo Wirkung liegt vermutlich in Zusammenspiel der Flavonoide, Ginkgolide und Terpene. Eine Mischung aus diesen drei Stoffen zeigte bei Laboruntersuchungen verschiedene Wirkweisen.

Vor allem waren der Schutz der Nervenzellen, die Unterstützung der Funktion von Botenstoffen im Hirn sowie eine positive Wirkung auf die Lern- und Gedächtnisleistung nachweisbar. Die einzelnen Stoffe wirken wohl in den nun genannten Weisen. (3, 4)

 

Bessere Durchblutung durch Ginkgo

Eine Wirkung resultiert daraus, dass die enthaltenen Bilobalide und Ginkgolide die Durchblutung und den Stoffaustausch in den Kapillargefäßen verbessern. Sie scheinen damit die wichtigsten Wirkstoffe zu sein, wenn es um die Behandlung von Demenz- oder Alzheimererkrankungen geht.

Denn eine funktionierende Durchblutung gewährleistet eine längere Lebensdauer der Gefäße sowie die höhere und längere Leistung von Zellen.

Auch bei Tinnitus hilft diese durchblutungsfördernde Eigenschaft scheinbar, da sie dafür sorgt, dass die für das menschliche Gehör wichtigen Gefäße mit Blut versorgt werden.

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Einfluss von Ginkgo auf das Blut

Ginkgo biloba soll auch Einfluss auf die Fließeigenschaften des Blutes nehmen und den Plättchen-aktivierenden Faktor (PAF) beeinflussen. Es wird vermutet, dass die Wirkstoffe der Blätter für dünnflüssigeres Blut sorgen, indem sie durch ihr Einwirken auf den PAF die so genannte Erythrozytenaggregation bremsen, also das Zusammenklumpen von roten Blutkörperchen.

 

Ginkgo gilt als Radikalfänger

Die Gesundheit des Menschen wird auch durch freie Radikale bedroht, die sich beispielsweise in Form von Stoffen, die Sauerstoff enthalten, im Organismus bewegen. Ginkgo soll durch seine Flavonoide eine antioxidative Wirkung besitzen und gilt deshalb als Radikalfänger.

 

Flavonoide, Bilobalide und Ginkgolide und ihr Einfluss auf die Zellen

ginkgoblatt

ginkgoblatt

Dieser Wirkstoff scheint durch seine Zusammensetzung eine Schutzfunktion für die menschlichen Zellmembranen und die menschliche Zelle insgesamt zu besitzen. Ginkgolide und Bilobalide haben ebenfalls zellschützende Fähigkeiten. Sie scheinen in der Lage zu sein, das Absterben von alten Zellen zu verhindern und das Wachstum neuer Zellen zu stimulieren.

 

Ginkgolide und ihre Wirkung bei Asthma

Bei der Behandlung von Asthma scheint das Ginkgolid B eine wichtige Rolle zu spielen. Scheinbar ist der Stoff in der Lage die Produktion von Schleim zu bremsen, was zu einer Verbesserung führt. Außerdem wird Ginkgolid B die Fähigkeit zugesprochen, der Entzündung von Lungengewebe entgegenzuwirken.

 

Hilfe bei Migräne und Kopfschmerzen

Als Ursache für starke Kopfschmerzen oder Migräneanfälle wird häufig eine suboptimale Durchblutung des Gehirns verantwortlich gemacht. Ginkgo kann auch hier hilfreich sein. Anscheinend kann es nämlich die Funktion von Glutamat blockieren, das den Kopfschmerz auslösen kann. Zudem helfen die blutverdünnenden Eigenschaften bei der Verminderung der Schmerzen.

 

Ginkgo gegen Arteriosklerose

Die in den Pflanzenblättern enthaltenen Flavonoide besitzen vermutlich antioxidative Eigenschaften. Genau diese verhindern die Entstehung von Plaque und bremsen die Kalkablagerung, welche mitverantwortlich für die Entstehung von Arteriosklerose sind, welche durch eine Verkalkung oder Verhärtung von Arterien hervorgerufen wird.

 

Konkrete Anwendung von Ginkgo biloba

Für die Anwendung gilt, dass man die Wirkstoffe entweder als Tee, in Form einer Tinktur oder als Fertig-Präparat nutzen kann. Zu unterscheiden ist die innerliche und die äußerliche Anwendung. (5)

 

Äußerliche Anwendung mit Ginkgo Tee oder Ginkgo Tinktur

Zur Behandlung von Wunden wird oft ein  mit Ginkgo-Umschlag empfohlen. Entweder tränkt man das Tuch mit dem Ginkgo Tee oder beträufelt es reichlich mit der Tinktur. Um seine heilwirksame Eigenschaft entfalten zu können, sollte der Umschlag mindestens über Nacht auf der Wunde verbleiben.

 

Möglichkeiten der innerlichen Anwendung

Auch für eine innerliche Anwendung ist Ginkgo geeignet. Hierfür kann man einen Tee aus Ginkgo-Blättern trinken oder täglich einige Tropfen der Tinktur zu sich nehmen. Will man die Pflanze bei ernsten Krankheiten als Arzneimittel einsetzen, ist es sinnvoll, die entsprechenden Ginkgo-Präparate in der Apotheke zu erwerben. So ist sichergestellt, dass sie einen entsprechend hohen Gehalt der Ginkgo-Wirkstoffe besitzen. In der Homöopathie wird meist mit schwächeren Konzentrationen gearbeitet.

 

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Um Nebenwirkungen bei der Anwendung von Ginkgo zu vermeiden, ist die korrekte Dosierung zu beachten. So vermeidet man Magen-Darm-Beschwerden. In seltenen Fällen wird von Kopfschmerzen berichtet. Den enthaltenen Ginkgolsäuren wird nachgesagt, dass sie eventuell zu allergischen Reaktionen führen könnten. Sehr selten findet man Berichte, dass die Ginkgo Wirkstoffe in der Lage seien, das Erbgut zu verändern.

Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen, wird geraten die Pflanze nur nach Rücksprache mit einem Arzt zu verwenden. Die Wirkung der blutverdünnenden Mittel könnte verstärkt werden. Aus diesem Grund sollte man Ginkgo beispielsweise vor Operationen nicht einnehmen. Obwohl keine genauen Details bekannt sind, wird Schwangeren von der Verwendung abgeraten. (6)

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Worauf beim Erwerb von Ginkgo zu achten ist

ginkgopraeparate

Ginkgopräparate

Ginkgo ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Man bekommt sie nicht nur in Apotheken, sondern kann sie auch in Drogerien oder Kaufhäusern erwerben.

Wer Ginkgo Biloba Tabletten, Ginkgo Kapseln, Ginkgo Tee oder Ginkgo als homöopathisches Mittel kaufen möchte, sollte auf die enthaltenen Mengen der Ginkgo-Wirkstoffe achten. Diese sind ausschlaggebend für die Wirksamkeit der Präparate. Die Präparate aus der Apotheke eignen sich wegen der hohen Dosierung am besten zur Behandlung ernster Krankheiten.

 

Fazit

Der Ginkgo Baum ist eine der ältesten Kultur- und Arzneipflanzen der Menschheit. Die Ginkgo Wirkung wird als so vielfältig beschrieben, dass neben der Naturheilkunde und Homöopathie auch die Schulmedizin Interesse an den Ginkgo Wirkstoffen hat. Es gibt immer mehr Studien, die die Wirksamkeit von Ginkgo nachweisen möchten. Produkte des Ginkgo biloba zählen inzwischen zu den meistverkauften Präparaten und werden bei Alzheimer und Demenz, Durchlutungsstörungen, Asthma, Tinnitus sowie weiteren Erkrankungen eingesetzt. Es muss zwar weiter geforscht werden, aber die Wirksamkeit des Ginkgo Baumes bzw. seiner Wirkstoffe sind kaum zu bestreiten.

 

Quellen und wissenschaftliche Studien

(1) Phytopharmaka in Forschung und klinischer Anwendung

(2) Komplementäre Onkologie: supportive Maßnahmen und evidenzbasierte Empfehlungen

(3) Studie zur Wirksamkeit von Ginkgo bei Demenz und Alzheimer:

(4) Studie zur Wirkung von Ginkgo auf die Durchblutung:

(5) Heilpflanzenpraxis heute,Rezepturen und Anwendung,2: Heilpflanzenpraxis heute

(6) Rationale Phytotherapie: Ratgeber für die ärztliche Praxis

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Wenn Sie sich tiefergehend über entsprechende Produkte informieren wollen, lassen Sie sich von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten bzw. besorgen Sie sich weiterführende Fachliteratur.

Bildquellen

  • gingko: Pixabay ivoxis
  • gingko-blatt: Pixabay OpenClipart-Vectors
  • Ginkgoblatt: Pixabay IreneSommerfeld-Stur
  • Ginkgopräparate: 123rf Alfio Scisetti
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