I❶I 13 Vitamine die das Gehirn ankurbeln

Eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise versorgt generell auch das Gehirn mit den erforderlichen Nährstoffen. Doch die hohen Anforderungen, denen viele Menschen in unserer leistungsorientierten und schnelllebigen Gesellschaft ausgesetzt sind, stellen für das Gehirn eine große Herausforderung dar. Es gibt gute Vitamine, mit denen Sie den wachsenden Ansprüchen gerecht werden, da sie als Gehirnnahrung gelten. Damit können Sie die Konzentration verbessern und die Merkfähigkeit steigern.

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Was bedeutet Gehirnnahrung fürs Gehirn?

Als so genanntes „Brainfood“ gelten Nahrungsmittel, die auf die Bildung der Neurotransmitter einwirken. Damit beeinflussen sie die Kommunikation zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren beeinträchtigen die Bildung der Neurotransmitter.

Mit einer Gehirnnahrung können Sie die Gehirnleistung verbessern und die Konzentration fördern. Obendrein können Sie sich mit der passenden Ernährung auch vor Alzheimer und Demenz schützen. Der Grund hierfür ist, dass die freien Radikale bekämpft werden. Diese Sauerstoffmoleküle lassen das Gehirn altern und attackieren und beschädigen die Gehirnzellen. Sie verursachen auf Dauer die genannten Erkrankungen. Vitamine dienen im Gehirn zur Aufrechterhaltung der optimalen Zusammenarbeit der Neurotransmitter und Fettsäuren sowie zum Schutz des Gehirns vor Schäden durch freie Radikale.

 

Welche Vitamine können die Hirnleistung steigern und haben einen Braineffect?

 

1. Provitamin A

Wie sehr und schnell das Gehirn altert, ist unter anderem vom oxidativen Stress abhängig. Das Provitamin Beta-Karotin ist, genau wie die Vitamine A, C sowie E wirksam gegen den Angriff auf die Zellen. Sie sollen sogar degenerative Erkrankungen positiv beeinflussen, beispielsweise Alzheimer und Parkinson. Das Provitamin A ist für das Gehirn sehr nützlich. Damit können Sie die Gedächtnisleistung steigern und die Gehirnzellen schützen. Ein Defizit kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen, beispielsweise eine Blindheit. Das Vitamin A oder Beta-Carotin ist in Obst und Gemüse wie Melone, Mango, Papaya, Kürbis und Mohrrüben enthalten.

 

2. B-Vitamine

Es ist bekannt, dass B-Vitamine gut für die Nerven sind. Diese Gruppe wird daher als Brainfood bezeichnet. Sie ist hauptsächlich an der Bildung der Neurotransmitter beteiligt, die von der einen zur anderen Nervenzelle Signale übertragen. Die B-Vitamine spielen zudem bei der Erneuerung von geschädigten Nerven und der Bildung von neuen Nervenzellen eine Rolle. Ein Mangel schwächt die Gedächtnisleistung, äußert sich in Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen und kann die Entstehung einer Demenzerkrankung begünstigen. Der Körper kann die B-Vitamine nicht speichern, sodass sie dem Körper ausreichend und regelmäßig über die Ernährung zugeführt werden müssen.

 

3. Vitamin B1

Mit der Hilfe des Vitamins B1 wird aus Zucker ATP (Energiesubstrat der Zellen) gewonnen. Das Vitamin B1 sorgt dafür, dass das Gehirn langsamer altert. Ein Vitamin B1-Mangel macht sich insbesondere in Geweben bemerkbar, die auf Glucose angewiesen sind, zum Beispiel das Gehirn und die Nerven. Dies führt zu Abgeschlagenheit, Müdigkeit, geistigen Trägheit und Gereiztheit. Vitamin B1 steckt in vielen Fleischsorten wie Hähnchen, Schwein oder Rind, Fisch, Nüssen, Sonnenblumenkernen, Obst, Gemüse und Vollkornhaferflocken.

 

4. Vitamin B2

Das Vitamin B2 hilft ebenfalls bei der Herstellung von ATP, das alle energieabhängigen Prozesse des Körpers benötigen. Es trägt zudem zur Bildung der roten Blutkörperchen bei, die den Sauerstoff transportieren und die Körperzellen somit leistungsfähig halten. Vitamin B2 nehmen Sie beispielsweise mit Seefisch, Milchprodukten, Vollkorngetreide, Salaten und grünem Gemüse auf.

 

5. Vitamin B3 (Niacin)

Das Vitamin B3 erhält das Nervensystem, wandelt die Nahrung in Energie um und erhöht sie somit. Nervosität, Kopfschmerzen, eine Erschöpfung, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, ein Gedächtnisverlust bis hin zu Depressionen können durch einen ausreichenden Verzehr von Vitamin B3 gelindert werden. Es ist beispielsweise in Leber, Geflügel, Seefisch und Bierhefe enthalten.

 

6. Vitamin B5 (Pantothensäure)

Das wasserlösliche Vitamin B5, das in Innereien wie Leber, Eiern, Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten steckt, erhöht die kognitive Leistung. Es spielt bei vielen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle, auch hinsichtlich der Gedächtnisleistung, des Nervensystems und des Energiestoffwechsels.

 

7. Vitamin B6 (Pyridoxin)

Vitamin B6 ist unverzichtbar für den Aminosäure-Stoffwechsel und eine optimale Entwicklung des Gehirns. Es ist an der Produktion der Nervenbotenstoffe wie Serotonin beteiligt. Serotonin macht glücklich und sorgt für Ruhe und Ausgeglichenheit. Demzufolge äußert sich ein Mangel an B6 in Stimmungsschwankungen, Konzentrationsproblemen, einer Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und einer schnelleren Verschlechterung des Gehirns. Vitamin B6 kommt in geringer Menge in fast allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Größere Mengen sind in Fisch wie Hering und Sardinen, Innereien, Muskelfleisch, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Haselnüssen und Bananen zu finden.

 

8. Vitamin B7 (Biotin)

Vitamin B7 wirkt entscheidend mit, wenn es um die Synthese von Glucose aus den Nicht-Kohlehydratquellen geht. Das Gehirn kann sich lediglich von diesem Einfachzucker ernähren. Die Symptome eines starken Mangels zeigen sich beispielsweise in Schwindelgefühlen, Sehstörungen, zentralnervösen Störungen und Depressionen. Vitamin B7 ist in Bierhefe, Schweineleber, Herz. Niere, Eigelb, Spargel, Spinat, Reis, Haferflocken und Erdnüssen enthalten.

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9. Vitamin B9 (Folsäure)

Vitamin B9 spielt eine wichtige Rolle bei der Instandhaltung verschiedener Gehirnfunktionen. Es hilft bei der Herstellung der Neurotransmitter wie Serotonin oder Adrenalin sowie der Hormone wie Melatonin. Das Vitamin B9 ist außerdem am Aufbau der Myelinschicht um die Nervenfasern beteiligt. Ein Mangel kann Schlaganfälle verursachen und bei Kindern zu Entwicklungsproblemen führen. Das Vitamin B9 steckt in Leber, Weizenkeimen, Spinat, grünen Salaten, Gemüse und Früchten wie Bananen und Orangen.

 

10. Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin B12 ist ebenfalls wichtig. Damit stärken Sie das Nervensystem. Sie können die Konzentration und Leistungsfähigkeit des Gehirns steigern und somit besser lernen. Bereits ein geringer Vitamin B12-Mangel kann zu einer Schwäche, Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Stimmungsschwankungen sowie Depressionen führen. Viel Vitamin B12 ist in magerem Fleisch, Leber, Niere, Fisch, Hefe und Vollkornprodukten enthalten. Vor allem Veganer und Vegetarier benötigen häufig zusätzliches Vitamin B12, um ihren Bedarf zu decken.

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11. Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vitamin C schützt das Gehirn vor schädlichem oxidativen Stress und einer Degeneration, die mit dem Alter einhergeht. Damit können Sie die kognitive Leistung und Aufmerksamkeit verbessern, die Gedächtnisleistung steigern sowie Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Demenz vorbeugen. Gleichzeitig werden die Serotonin-Werte erhöht, sodass das Vitamin C auch als „natürliches Antidepressivum“ gilt. Wenn Sie sich mit reichlich Obst und Gemüse ernähren, werden Sie Ihrem Körper genügend Vitamin C zuführen. Ideal sind Zitrusfrüchte und grünes Gemüse.

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12. Vitamin D

Dieses Vitamin ist ebenfalls gut für die Nerven und die Seele, da es zur Reizweiterleitung im Gehirn beiträgt. Es wirkt sich auf die Entwicklung neuer Nervenzellen positiv aus und beeinflusst somit die Gehirnentwicklung erheblich. Vom Körper wird Vitamin D durch UV-Licht gebildet. Daher sollten Sie jeden Tag 15 Minuten lang an die frische Luft gehen und Sonne auftanken. Gleichzeitig werden Sie merken, wie Ihre Stimmung dabei ansteigt. Vitamin D beugt zudem dem Absterben der Gehirnzellen vor. Im Winter sollten Sie auf eine entsprechende Ernährung achten. Vitamin D steckt in „fetten“ Fischen wie Hering, Aal, Forelle und Lachs, Leber, Käse, Eier, Milchprodukte und Obst wie Avocados.

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13. Vitamin K

Dieses Vitamin steigert die Geschwindigkeit der Gehirnfunktionen, verbessert die Lernfähigkeit und erhöht die Gedächtnisleistung. Viele Patienten mit Alzheimer haben einen Vitamin K-Mangel. Sie nehmen das Vitamin hauptsächlich mit Brokkoli, Spargel, Rosenkohl, grünblättrigem Gemüse, Petersilie, Sellerie und fermentierten Lebensmitteln auf.

 

Fazit

Die ausreichende Versorgung mit den genannten Vitaminen ist für die Gesundheit der Gehirnzellen sehr wichtig. Manche Vitamine wie das Vitamin C unterstützen das Gehirn direkt beim Denken, während es andere wie das Vitamin E vor den Schäden durch die freien Radikale schützen. Die B-Vitamine erhöhen die Zahl der wichtigen Neurotransmitter und fördern somit die Übertragung der Reize zwischen den Nervenzellen, damit es zu keinen Gedächtnisverlusten oder seelischen Störungen kommt. Mit einer gesunden, ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung versorgen Sie Ihren Körper und das Gehirn mit allen wichtigen Vitaminen. Sie können auf diese Weise Gehirndoping betreiben.

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Wenn Sie sich tiefergehend über entsprechende Produkte informieren wollen, lassen Sie sich von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten bzw. besorgen Sie sich weiterführende Fachliteratur.

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  • vitamine-fuers-gehirn: Bildquelle: Fotolia elenabdesign
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2 Kommentare

  • Und wie viel von den Vitaminen sollte man nehmen?
    Zb Vitamin a? wie viel brauche ich davon wen ich zb ein preparat zu mir nehmen würde.

    • Hallo, dank für Ihr Interesse!
      Wir können leider keine Empfehlungen für die Menge geben.
      Die richtige Menge, ist für jeden Menschen ganz individuell zu ermitteln.
      Um Ihren Bedarf herauszufinden, könnten sie Ihren Heilpraktiker oder Arzt ansprechen.